Poesie-Woche. Donnerstag: Mascha Kaléko’s „Der Eremit“

Mascha Kalékos Texte, wenn immer ich über sie stolpere, sprechen auf eine Art und Weise zu mir, die ich schwer erklären kann. Und sagen damit wahrscheinlich auch nicht gerade wenig über mich aus. Deshalb hier ein Gedicht, dass mir tief in die Seele spricht.

Der Eremit

Sie warfen nach ihm mit Steinen.
Er lächelte mitten im Schmerz.
Er wollte nur sein, nicht scheinen.
Es sah ihm keiner ins Herz.

Es hörte ihn keiner weinen.
Er zog in die Wüste hinaus.
Sie warfen nach ihm mit Steinen.
Er baute aus ihnen sein Haus.

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