Liederliche Weihnachtsweise

(für Kurt Tucholsky und Erich Kästner)

Stumme Schemen auf den Strassen,
leere Augen, keine Zeit,
Flitterkram und Tannennadeln,
es ist wiedermal soweit.

Schokolade, Mandelkekse,
Engelshaar und Weihnachtsbier,
überall die gleiche Scheisse:
„Der Messisas“ und Klavier.

Jingle Bells …“, die Glocken klingen,
„Rudolf …“ singt’s die Nase wund,
Omas, Eltern, Onkel, Tanten tun mit lauter Stimme kund:
„Kind, am Samstag Gänsebraten,
Gottesdienst ist um halbdrei,
Kaffee, Kuchen und Bescherung.“
Hoffentlich ist’s bald vorbei.

Nur das Christkind in der Krippe
und die Schafe stehen stumm,
vielleicht krieg ich ja die Grippe
oder einer bringt mich um.
(13. 12. 2004)

… ist von mir und vor ein paar Jahren entstanden in einem Anfall von Weihnachtsfrust, Konsumterror  und nach der Lektüre von ganz viel Tucholsky und Kästner,

In Wirklichkeit sieht Weihnachten bei der kleinen frau ganz anders aus, und nach dem adventlichen Keksebacken am 3. Advent und dem netten Entenbraten von gestern in trauter Schwiegerfamilienheit bin ich auch schon halbwegs Milde gestimmt und freue mich auf  meine Eltern und Geschwister und den ganzen Anhang.

In diesem Sinne: Fröhliche Weihnachten!

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2 Kommentare

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2 Antworten zu “Liederliche Weihnachtsweise

  1. Ich kann’s soooo gut verstehen!

  2. Super Blogpost.Ich habe einige tolle Gedankenanstoesse gekriegt. Freue mich schon auf weitere Posts.

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