Was mich so umtreibt

Arbeit ist gerade ziemlich ruhig, und für die Uni steht die nächsten zwei Wochen zwar ein Gruppenreferat an, aber das macht auch nur bedingt Mühe, deshalb habe ich unheimlich viel Zeit, mich durch alle möglichen Dinge zu lesen und nachzudenken. Insbesondere zwei Themenbereiche treiben mich zur Zeit um: Femismus und Genderfragen, sowie (mal wieder) der jüdische Teil meines religiösen Hintergrundes und meiner Identität.

Und da ich die Zeit habe, teile ich ein paar Blogtips:

die Mädchenmannschaft – mit ganz vielen Links und Ideen und Autorinnen und einer sehr ausgeprägten Blogroll

Ein Gemeinschaftsprojekt-Blog über Bisexualität, das auf wunderbare Art und Weise diskutiert, wie es ist, wenn man nicht „nur“ entweder hetero- oder homosexuell denkt und fühlt.

Auf Feministfrequency setzt sich  Anita Sarkeesian kritisch mit der darstellung von Frauen und Stereotypen in PopKultur und Medien auseinander (Achtung Fremdprache: Englisch).

Und dann gibt es noch den NRRRDZ-Podcast und von maj und ihdl, ein selbsterklärtes  queer-feministisches, nerdiges Podcastprojekt.

Und weil femistische Blogs, wie auch andere Projekte, die vermeintliche Minderheiteninteressen darstellen und vertreten (und bei 50% der Weltbevölkerung kann man nun wirklich nicht mehr von Minderhiet sprechen) unweigerlich eine bestimmte Art von Internettrollen und Hassmails nach sich ziehen, gibt es seit kurzen hatr.  Um ihre Mission zu erklären zitiere ich mal: Hatr.org ist eine Plattform, auf der Trollkommentare gesammelt werden, die sich Tag für Tag auf denjenigen Blogs finden, die sich kritisch mit (den) gesellschaftlichen Verhältnissen auseinandersetzen. Die Trollkommentare sollen durch Hatr sichtbar werden – ohne das Gesprächsklima auf den Blogs zu stören. Indem wir Werbung auf hatr.org schalten drehen wir den Spieß um und machen aus Hass Geld, das wir für coole Projekte einsetzen/spenden werden. Die gesammelten „hates“ sind allerdings mit Vorsicht zu lesen, es ist nämlich sehr erschreckend, was einige Leute in der vermeintlichen anonymität des Internets so von sich geben.

Für die Religionsfrage kann ich keine guten Blogs anbieten, zumindest keine, die ich uneingeschränkt unterstützen würde. Vieles, was im Netz ist, ist entweder sehr angelehnt an  die deutschen Einheitsgemeinden oder (auch) auf die konservativen Vertreter gepolt und wie immer in Zusammenhang mit jüdischer Religion und deutscher Geschichte überhaupt wenig kritisch in Bezug auf religiöse Praxis, Theorie und Politik.  Aber mit den anderen Blogs bleibt ja auch erstmal genug zu lesen.  


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